„Hallo nach Erlangen!“ Mit einem freundlichen Lächeln begrüßte Yair Ben Yehuda die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen – live aus Jerusalem. Für einen Moment rückten mehr als 3.000 Kilometer Entfernung in den Hintergrund. Statt aus dem Schulbuch etwas über das Judentum zu erfahren, begegneten die Kinder einem Menschen, der ihnen aus seinem Alltag erzählte und ihre Fragen beantwortete.

Am Mittwoch, den 9. Juli, nahmen die 6. Klassen in der dritten und vierten Unterrichtsstunde an einer besonderen Live-Schaltung im Rahmen eines internationalen Bildungsprojekts teil. Yair Ben Yehuda führte die Schülerinnen und Schüler mit viel Offenheit und Begeisterung in die Welt des Judentums ein. Im Mittelpunkt stand der Schabbat – der wichtigste Ruhetag im jüdischen Glauben. Anschaulich erklärte er, welche Bedeutung dieser Tag für jüdische Familien hat, welche Rituale dazugehören und warum der Schabbat bis heute ein fester Bestandteil des Alltags vieler Menschen ist.

Besonders eindrucksvoll war, dass die Kinder nicht nur zuhören, sondern selbst ins Gespräch kommen konnten. Neugierig stellten sie ihre Fragen, wollten mehr über das Leben in Israel erfahren und interessierten sich für jüdische Traditionen. Yair Ben Yehuda beantwortete jede Frage geduldig und verständlich. So entstand ein lebendiger Austausch, der zeigte, wie bereichernd persönliche Begegnungen sein können – selbst dann, wenn sie über tausende Kilometer hinweg stattfinden.

Ein besonderer Dank gilt der Stiftung Bildung, Natur und Umwelt der Sparkasse Erlangen, deren Unterstützung dieses besondere Bildungsprojekt ermöglicht hat. Durch die Förderung konnte den Schülerinnen und Schülern diese außergewöhnliche Begegnung mit Jerusalem eröffnet werden.

Gerade in einer Zeit, in der Vorurteile und Missverständnisse oft aus Unkenntnis entstehen, sind solche Projekte von besonderem Wert. Sie schaffen Begegnungen, fördern Neugier und zeigen, dass gegenseitiges Verständnis dort wächst, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Die Live-Schaltung war deshalb weit mehr als eine Unterrichtsstunde. Sie war ein Beitrag zu einem respektvollen Miteinander und zur interkulturellen Bildung – Werte, die an unserer Schule einen wichtigen Platz einnehmen.

S. Magen